Wir führen die PAs von SPE EXPERT nicht mehr in unserem Sortiment
Wir waren von 2016 bis 2023 als offizieller Distributor für SPE EXPERT tätig, und aus der Sicht eines Anwenders, dessen EXPERT «läuft» sind wir grundsätzlich von den Eigenschaften der EXPERT-PAs begeistert – die Geräte der Generationen aus den Jahren 2014 bis 2018 funktionieren überwiegend noch heute sehr zuverlässig. Bis 2019 waren wir auch sehr erfolgreich unterwegs mit den EXPERT-Amps. Seit Beginn der Corona-Pandemie ist allerdings bei den Italienern gehörig der Wurm drin ☹: 2022 beispielsweise sind von allen verkauften EXPERT-Amps bei uns in den ersten paar Monaten des Betriebs rund 80% ausgefallen. Ausfälle gibt’s, das ist klar, aber die Reparaturzeiten von 7 Monaten (!), die SPE uns gegenüber zwischen 2020 und 2022 kommuniziert hatte, und die in vielen unserer Reparaturfälle sogar überschritten wurden, sind jenseits von Gut und Böse – das war selbst bei Neugeräten so, die nur gerade 1 oder 2 Wochen beim Kunden in Betrieb waren – und dabei kam es selbst bei derart langen Reparaturzeiten immer wieder vor, dass eine PA nicht funktionierte, wenn sie aus der Reparatur aus Italien zurückgekommen war, und wir sie deshalb umgehend noch ein zweites Mal zu SPE schicken mussten. Sowohl für uns als auch für unsere Kunden war die Situation absolut unbefriedigend, und Anfang 2023 wurden wir von Kunden zweimal mit der Drohung von rechtlichen Schritten konfrontiert – SPE zeigte sich auch bei solchen Fällen uns gegenüber absolut desinteressiert und hielt an ihren astronomisch langen Reparaturzeiten knallhart fest. Anfang 2023 hatten wir eine grosse Backorder bei SPE storniert und führen seither keine EXPERT-Amps mehr an Lager. Den endgültige Ausschlag dafür gegeben hatte ein Fall, wo erneut eine EXPERT 1.3K aus der Reparatur zurückgekommen war und nicht funktioniert hatte, obwohl der Kunde die PA nach dem Kauf im Mai 2022 nur gerade 2 Wochen in Betrieb gehabt hatte, und er beinahe 1 Jahr warten musste, bis sie aus der Reparatur zurückkam. Zum x-ten Mal hatten wir dem Hersteller bei dem Fall erläutert, dass unsere Kunden solche Reparaturzeiten nicht akzeptieren. Wir hatten SPE erklärt, dass wir keine Geräte mehr bestellen würden, wenn die Reparaturzeiten nicht drastisch nach unten kämen – bei SPE zeigte man sich uninteressiert und blieb dabei, dass Reparaturen nicht in weniger als 7 Monaten durchgeführt werden können. Dass sogar WIMO die Amps nach nur gerade ca. 1 Jahr Tätigkeit als Distributor wieder aus ihrem Sortiment gekippt hat, spricht wohl auch für sich. Die ganzen Ereignisse im Zusammenhang mit EXPERT-PAs waren ab 2020 schon sehr unangenehm – sowohl für unsere Kunden als auch für uns als Distributor ☹
In unserem Shack werkelt seit Anfang 2023 anstelle der EXPERT 1.3K-FA eine ELECRAFT KPA1500.
Ja, die KPA1500 hat ihren Preis – das ist unbestritten. Sie ist auch weniger kompakt als die EXPERT-Amps, und ihre Lüfter sind etwas lauter. Die ELECRAFT-PA macht aber einen robusteren Eindruck; die liefert – natürlich an einem Dummy-Load 😉 – auch mal 1800W und entsprechend 1 kW über eine längere Zeitdauer 😊 Die Bedienung der PA ist – ELECRAFT-typisch – intuitiv gestaltet, und ganz besonders in Punkto Antennenkonfiguration und Anpassbereich des ATU setzt die KPA1500 Massstäbe – einzigartig unter den Transistor-PAs. Nicht zu vergessen ist auch die Remote-Fähigkeit der KPA1500 ohne dafür zusätzliche Hardware benötigen zu müssen; wir thematisieren den Aspekt auch hier in dem Video: K4/0 von ELECRAFT – Remotebetrieb neu definiert . Ich hatte zuvor 6 Jahre mit einer EXPERT 1.3K-FA gearbeitet – es war eine aus den «alten» Serien, die zwar auch lauter waren – im Stich gelassen hat sie mich nie. Seit Anfang 2023 stehen hier beide, aber ganz ehrlich habe ich die EXPERT seither nicht mehr eingeschaltet. Mir gefällt die Einfachheit im Handling der ELECRAFT, und auch in Punkto Steuermöglichkeiten bietet die PA mit ihrer Netzwerkfunktionalität und Remote-Fähigkeit mehr als die EXPERT. Falls Du das noch nicht gemacht hat, empfehle ich Dir mal ins Video zur KPA1500 reinzuschauen – ich erläutere da die wichtigsten Features. Für mich persönlich ist neben allen Technischen Aspekten auch der Support bzw. die Support-Qualität des Herstellers ein wichtiges, ja vielleicht sogar das wichtigste Kriterium, wenn es darum geht ein neues Produkt in unser Sortiment aufzunehmen; ELECRAFT nimmt diesbezüglich den unbestrittenen Spitzenplatz ein im weltweiten HAM-Business – ich hatte das auch mal in einem News-Eintrag thematisiert, den ich vor rund 2 Jahren geschaltet hatte, nachdem wir wieder eine Lieferung an KPA1500 aus den USA erhalten hatten: Wieder ab Lager verfügbar: Die KPA1500 von ELECRAFT | Lutz Electronics (lutz-electronics.ch)
Der kleine Bruder der KPA1500, die kompakte KPA500 ist übrigens seit rund 12 Jahren auf dem Markt und hat seither viele Überarbeitungen und Optimierungen erfahren – sie ist wohl noch mehr im Einsatz bei DX-Peditionen weltweit als die EXPERT-Amps.
Mehr Power bei ebenso geringem Gewicht
EXPERT-PA’s sind der Inbegriff für HF-Endstufen schlechthin und in ihren Leistungen und ihrer Praxistauglichkeit unerreicht. Neben der weltweit wohl erfolgreichsten PA der vergangenen Jahre, der 1.3K-FA hat der Italienische Hersteller SPE nun auch einen Nachfolger in LD-MOS-Technik für das „Kraftwerk“, die 2K lanciert. Die neue 1.5K-FA liefert bei Bedarf solide 1.5kW Leistung auf allen KW-AFU-Bändern und auf 6m.
EXPERT 1.5K-FA | CHF 5’199.90
Bandswitch-Cable EXPERT | CHF 99.90 – CHF 149.90 (Abhängig vom TRX-Typ – siehe Info unten)
Aktuell kein Lagerbestand der 1.5K. Gerne teilen wir euch die aktuelle Liefersituation mit auf Anfrage per Mail an info@lutz-electronics.ch – Besten Dank!
EXPERT 1.5K als perfekte Lösung für alle YAESU-Transceiver
Die 1.5K von EXPERT arbeitet mit einer geringeren Verstärkung als die 1.3K und erreicht ihre Spitzenleistung erst mit einer Ansteuerung von 15 – 20W. Die Ausgangsleistung lässt sich dadurch auch beim Betrieb an Transceivern, deren Sendeleistung sich nicht unter 5W absenken lässt (beispielsweise alle YAESU-Transceiver), in einem breiten Bereich regeln – 5W Input ergeben beispielsweise 200W – 400W Output (abhängig vom Band).
Bewährtes Konzept – neu in LD-MOS-Technik
SPE setzt ihr einmaliges, bewährtes Konzept auch bei der neuen 1.5K fort. Durch die neue Halbleitertechnologie wird die Wärmeentwicklung minimiert und damit der Wirkungsgrad gesteigert – das Resultat ist eine noch leistungsfähigere Endstufe mit beinahe ebenso geringem Gewicht wie demjenigen der 1.3K.
Komfortable, vollautomatische Steuerung mit allen Transceiver-Typen
Die 1.5K-FA bietet wie die 1.3K-FA und schon die 1K und die 2K vier Antennenein- bzw. Ausgänge und die Möglichkeit daran 2 Transceiver zu betreiben. Weitere Features wie „SO2R“ werden ebenfalls unterstützt. Durch entsprechende Verbindung zum TRX und die richtige Konfiguration des Setups geschieht die Bandumschaltung vollautomatisch durch Anwahl des gewünschten Frequenzbandes am Transceiver – die CAT-Schnittstelle des Transceivers wiederum wird davon nicht tangiert und steht uneingeschränkt für die Verbindung zum Computer und die Steuerung durch entsprechende Software zur Verfügung. Steuerkabel für die Verbindung der EXPERT-PA’s zum Transceiver stehen bei uns entweder ab Lager zur Verfügung oder wir fertigen sie gerne für Ihr individuelles Setup für Sie an. Das folgende Video zeigt unter anderem das komfortable „Arbeiten“ in Kombination mit einem ELECRAFT K3S :
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ATU integriert – Bevorzugte Antenne(n) pro Band konfigurierbar
Die 1.3K ist mit oder ohne ATU erhältlich. Bei der 1.5K ist der ATU immer in der Standardausführung mit dabei. Die PA ist nicht ohne ATU lieferbar, allerdings stehen dem OM/ der YL in diesem Punkt vielfältige Konfigurationsmöglichkeiten zur Verfügung. Es kann so z.B. die Antenne am Eingang Nr.1 als resonante Monobandantenne so für 80m konfiguriert werden, dass der ATU mit der „Bypass“-Funktion umgangen wird, sobald an einem der beiden angeschlossenen Transceiver das 80m-Band gewählt wird.
Die technischen Daten im Detail
Neben den bekannten und schon in ihren „Vorgängermodellen“ bewährten Funktionen wartet die 1.5K-FA mit einigen wertvollen Zusatzfunktionen auf. So kann die neue PA aus dem Hause SPE in Kombination mit dem neuen Antennenumschalter AMB-1 (Informationen folgen) auch per LAN oder gar W-LAN „über Remote“ betrieben werden. Die 1.5K-FA wird voraussichtlich im 1.Quartal 2018 in einer limitierten Stückzahl ab Lager bei uns verfügbar sein – die detaillierten Technischen Daten entnehmen Sie bitte als „Vorabinformation“ dem PDF (zum Download auf das nebenstehende Bild klicken!)
Wie schliesse ich meine PA an meinen Transceiver an?
PTT als Mindestanforderung
Verschiedene HF-Endstufen (PA=Power Amplifier) haben unterschiedliche Ausstattungsmerkmale. Die Mindestanforderung beim Anschluss aller Endstufen ist deren Verbindung zum Transceiver mit der PTT-Leitung. Über diese PTT-Verbindung wird die Endstufe getastet bzw. einfach gesagt in Betrieb gesetzt – i.d.R. zieht der Transceiver den PTT-Eingang der Endstufe dafür auf Masse, d.h. er schliesst ihn Kurz, sobald die Mikrofontaste gedrückt bzw. die CW-Taste betätigt wird. Während der Eingang für die PTT an Endstufen meistens als RLY, Relay oder PTT bezeichnet ist, wird die entsprechende Buchse bei Transceivern auch mit „SEND“ (bsp. ICOM) oder TX GND (YAESU) bezeichnet. Es stehen dafür bei vielen Transceivern Cinch-Buchsen zur Verfügung, oder einer der PINs an sogenannten ACC-Buchsen (bei manchen YAESUs auch TUN/LIN) ist mit SEND oder TX GND gekennzeichnet.
ALC gibt Sicherheit
Die ALC-Verbindung zwischen Transceiver und Endstufe ist grundsätzlich kein Muss. Die ALC verhindert aber automatisch, dass eine Endstufe durch den Transceiver mit einer zu hohen Sendeleistung angesteuert wird – „Splatter“ oder im schlimmsten Fall die Zerstörung der Endstufe wird durch die ALC-Verbindung sicher unterbunden. i.d.R. liegt an der ALC-Buchse der Endstufe eine negative Gleichspannung an, sobald die ALC zu arbeiten beginnt. Je höher diese negative DC ansteigt, desto mehr wird die Sendeleistung des Transceivers zurück geregelt. Wird die ALC-Verbindung nicht installiert, dann muss unbedingt darauf geachtet werden, dass die maximale Ansteuerleistung für die PA nicht überschritten wird – zur Sicherheit reduziert man dazu am Besten im Menu des Transceivers dessen maximale Sendeleistung.
CAT-Steuerung als Leistungsmerkmal
Hochwertige Endstufen wie z.B. die EXPERT 1.5K-FA oder die EXPERT 1.3K-FA bieten neben separaten PTT- und ALC-Buchsen auch eine CAT-Schnittstelle. Sie dient der automatischen Band-Umschaltung bzw. der Übernahme der exakten Arbeitsfrequenz des Transceivers – bei den EXPERT-PAs wird dadurch auch deren interner ATU automatisch auf die L/C-Werte umgeschaltet, die zur Anpassung der Antennenimpedanz auf die aktuelle Resonanzfrequenz erforderlich sind. EXPERT-PAs lassen sich auch über die Banddaten – unabhängig von der CAT-Verbindungen mit seriellen Daten – steuern (4 Pins bei ELECRAFT K3/K4 oder bei YAESU) oder per Tastendruck an der PA manuell auf das jeweilige Band umschalten – der in der PA integrierte Frequenzzähler übernimmt schliesslich die exakte Arbeitsfrequenz, sobald am Transceiver die Mikrofon- oder CW-Taste gedrückt wird. Auch die CAT-Verbindung ist optional.
Wir führen ein breites Angebot an Transceiver-spezifischen CAT- und PTT-Steuerkabeln für verschiedene Marken bei uns an Lager. Die Auflistung auf der Seite ist geordnet nach Marken, und bei den Kabeln sind die dazu kompatiblen Transceiver-Typen jeweils aufgelistet.
Bestellungen wie bei uns üblich ganz simpel mit kurzer E-Mail und Angabe der Artikelbezeichnung (Copy/Paste direkt von unserer Seite).
Inbetriebnahme leicht gemacht
Die EXPERT-Endstufen von SPE Italy sind in ihrer Anwendung äusserst flexibel und lassen sich sehr komfortabel an KW-Transceivern aller Hersteller betreiben. In unserem kurzen Video erläutern wir Ihnen die grundlegenden Schritte zur Inbetriebnahme der PA anhand eines Setups mit einem YAESU-Transceiver. Die EXPERT 1.5K und die EXPERT 1.3K sind in ihrer grundlegenden Anwendung identisch.
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