Santiago 9 und Radio 5

Ich erinnere mich zurück an die Anfänge meiner Funker-Karriere ca. 1985: Ich war 12 Jahre alt und bin über einen Freund meiner Eltern zum ersten Mal mit CB-Funk in Kontakt gekommen. „Handys“, also Mobiltelefone gab’s damals noch nicht, und mit einem CB-Funkgerät mit Menschen sprechen zu können, die ich noch nie gesehen hatte, war für mich einfach nur der „Oberhammer“. Sofort hatte mich der „HF-Virus“ gepackt! Mein Vater hatte mir eine „Golden Penedrator“ auf unser Hausdach gesetzt – die wohl beste 11m-GP, die es je gab – und schon ging’s mit allerlei CB-Funkgeräten On-Air…

Meine QSL-Karte 1985

CB-Funk war damals sehr populär und die Art im CB-Funk miteinander zu kommunizieren folgte einem ganz eigenen „Slang“. Zwar wurden auch Q-Codes benutzt, die z.T. sogar richtig eingesetzt wurden, aber schon bei Begrüssung und Verabschiedung hörte man auch lustige Ausdrücke wie „heb d’Rädli am Bodä“ oder „ä suuberi Stossstangä“ 😃 Auch im CB-Funk hatte man zu meiner Zeit dem QSO-Partner einen Signalrapport gegeben – ich denke das ist noch heute so – konnte man jemanden gut empfangen, dann hat man ihm „Santjago 9 und Radio 5 UKW“ gegeben. 

Es war für mich eine spannende Zeit, aber die Faszination für die Elektronik, das Experimentieren und für die Funkerei allgemein war zu gross für mich, als dass ich mich längerfristig nur auf den 11m-CB-Funk konzentrieren wollte. Ich hatte in meiner 9.Schulklasse den Amateurfunkkurs beim FACB in Angriff genommen und noch im gleichen Jahr meine HB9-Prüfung abgelegt. Bei HB9GIQ, der damals noch einen Laden für CB-Funk betrieben hatte, hatte ich Dani, HB9SXD kennengelernt, von dem ich viel gelernt habe. Ich gehörte zu den schüchternen OMs und hatte anfänglich erstmal viel zugehört auf den Bändern und dabei bald festgestellt, dass sich das Operating im Amateurfunk doch in einigen Punkten wesentlich von der Betriebstechnik unterscheidet, wie sie im CB-Funk verwendet wird, und internationalen Regeln folgt.

In meinem Shack laufen noch heute täglich grad mehrere Transceiver gleichzeitig, und ich verfolge immer wieder interessante QSOs – auch von Newcomern. Dass die Betriebstechnik kein Bestandteil der Amateurfunkprüfung ist, bedaure ich ein wenig, weil nicht jeder und jede, die heute in den Amateurfunk einsteigt, einen „Götti“ zur Hand hat, wie ich es damals hatte. „Santjago 9 und Radio 5“ ist nichts schlechtes – im Amateurfunk hat es halt aber einfach nichts verloren, denn wir vergeben RS- oder RST-Rapporte. Um Newcomern eine kleine Orientierung zu bieten in der neuen, faszinierenden Amateurfunkwelt, habe ich ein kleines Handbuch geschrieben, das viele Stolpersteine aus dem weg schaffen und den Einstieg ins neue Hobby vom ersten Augenblick an zu einem Erfolg mit hohem „Spass-Faktor“ machen soll 😁 👍

Amateurfunkbetrieb in der Praxis
von René, HB9NBG

Der lizenzierte Funkamateur verfügt i.d.R. über grundlegende theoretische Kenntnisse in Elektrotechnik und Elektronik und weiss auch wie Amateurfunkkomponenten grundsätzlich funktionieren. Der Funkbetrieb an sich allerdings ist kein Prüfungsbestandteil und wird deshalb auch in vielen Vorbereitungskursen zur Amateurfunkprüfung nicht oder nur am Rande behandelt. Mit unserem Handbuch „Amateurfunk in der Praxis – Vom Einstieg bis zum DXCC“ erfährst Du alles, was Du wissen musst, damit Dein Einstieg in die faszinierende Welt des Amateurfunks zum vollen Erfolg wird! Wir haben das Handbuch komplett überarbeitet; es umfasst in der neuen Auflage 2025 62 Seiten und enthält neu u.a. auch ein umfangreiches Kapitel zum Einstieg in die Morsetelegraphie – das Inhaltsverzeichnis gibt Dir einen detaillierten Überblick.

 

Handbuch „Amateurfunkbetrieb in der Praxis“ von René, HB9NBG (Auflage Januar 2025)  |  CHF 29.90

Sobald wir eure Anfrage erhalten haben, wird sich unsere Administrations-Fee YL Carine, HB9FZC persönlich darum kümmern und euch umgehend eine massgeschneiderte Offerte zukommen lassen. Eine kurze Mail an info@lutz-electronics.ch genügt 😁 👍 Kunden ausserhalb der Schweiz bezahlen den Nettopreis (ohne CH-MwSt). Alle Informationen zum Bestellablauf findet ihr unter Bestellungen

Mehr Literatur mit viel Praxisbezug findet ihr unter Funkpraxis – Literatur – Lutz Electronics, Schweiz

FA-VA6 wieder ab Lager verfügbar

Der Nachfolger des legendären FA-VA5 ist wieder ab Lager verfügbar bei uns. Auch der neue FA-VA6 wird als „Bausatz“ verkauft – die Skills, die für den Aufbau erforderlich sind, beschränken sich allerdings auf das Löten von zwei Kontakten und die Montage einiger Schrauben und sind damit überschaubar 😉 Der FA-VA6 überstreicht mit seinem Frequenzbereich von 10kHz – 1GHz alle Lang-, Mittel- und Kurzwellenbänder inkl. 6m und 4m und misst sogar auf 2m und 70cm. Neben einem sonnenlichtlesbaren IPS-Farbdisplay, einer Betriebsdauer von über 12 Stunden durch eine Li-Ion-Industriezelle (ist bei uns im Lieferumfang enthalten), einer professionellen Tastatur und einem robusten Aluminiumgehäuse sticht der FA-VA6 vor allem durch seine umfangreichen Mess- und Analysefunktionen sowie Darstellungs-, Speicher- und Auswertungsmöglichkeiten hervor. Der FA-VA6 bietet zusätzlich zu den klassischen Einzel- und Mehrfrequenzmessungen wie der Darstellung des SWR- und/oder des Resonanz-Verlaufs über einen definierten Frequenzbereich (auch im Sweep-Mode, was besonders hilfreich ist, um z.B. Wackelkontakte bei Steckerverbindungen aufzuspüren) auch Zeitbereichsmessungen (TDR), Kabel-Applikationen für Kabelanalysen und technische Rechner. Seine intuitive, klar strukturierte und reaktionsschnelle Benutzeroberfläche garantiert eine einfache und effiziente Bedienung.

Besonders spannend auch für Schweizer Kunden ist die Mehrsprachigkeit des FA-VA6: Die Menus können u.a. in Deutsch, Italienisch und Französisch dargestellt werden.

Detaillierte Informationen zum Analyzer inkl. verschiedene Dokumente zum Download findet ihr auf unserer Seite zum FA-VA6.

FA-VA6  |  Verktorieller Antennenanalyzer 10kHz – 1GHz – Bausatz  |  CHF 299.90

Der Bausatz ist ab Lager bei uns verfügbar – Bestellung bitte per Mail an info@lutz-electronics.ch


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Hin und wieder habe ich persönlich ganz offen gesagt den Eindruck, dass es zum guten Ton zu gehören scheint, ganz einfach einen Antennenanalyzer zu besitzen als Funkamateur 😉 Und gleichzeitig ist die Antenne als solches für viele unter uns nach wie vor ein „Buch mit sieben Siegeln“. Auch hier gilt derselbe Grundsatz wie eigentlich in jedem Lebensbereich: Kenne ch die Grundlagen, dann kann ich darauf aufbauen – kenne ich sie nicht, bin ich auch in der Nutzung eines Antennenanalyzers orientierungslos.

Unter Funkamateuren ist die Aussage „die Antenne ist der beste Verstärker“ ein sehr gerne genutzer Slogan. Aber wie funktioniert denn die Antenne überhaupt? Was bedeutet Resonanz, was ist der Unterschied zwischen Abstimmen und Anpassen? Wie kann die Umgebung die Wirkung einer Antenne und damit auch ihr Abstrahlverhalten beeinflussen? Wie und womit messe ich Kenngrössen in Antennenanlagen, und was sagen sie aus? Warum „arbeiten“ wir mit dem dB? Viele von uns können die vielen Fragmente ihres Wissens rund um Antennen nicht wirklich so zusammenfassen, dass sie im praktischen Funkbetrieb auch wirklich einen Nutzen daraus ziehen oder auch von Antennenmessgeräten ermittelte Kenngrössen interpretieren können. Auch René HB9NBG kann die Physik erfindet die Physik in unserem 47-seitigen Handbuch nicht neu 😉 Aber er versucht euch die grundlegende Wirkweise der Antenne so verständlich zu erklären, dass beim einen oder bei der anderen unter euch doch das eine oder andere „AHAAAA“ hervorgerufen werden wird und gibt auf viele Fragen rund um das wichtigste Glied in der Kette eurer Amateurfunkstation eine verständliche Antwort – das Inhaltsverzeichnis unserer neuen Auflage (März 2026) gibt euch einen detaillierten Überblick.

Antennengrundlagen für Einsteiger von René, HB9NBG (neue Auflage März 2026)  |  CHF 29.90

Alle Artikel auf dieser Seite sind ab Lager verfügbar – Bestellungen bitte per Mail an info@lutz-electronics.ch

Neu: YL Carine, HB9FZCs Friday Morse-Message

Vielleicht wisst ihr schon, dass YL Carine, HB9FZC eine begeisterte Telegraphistin ist? Carine und ich haben vor etwa 5 Jahren damit begonnen uns selber das Morsen beizubringen. Inzwischen praktizieren wir den Funkbetrieb in Morsetelegraphie auch sehr gerne bei unseren Outdoor-Funkaktivitäten auf den SOTA-Gipfeln unserer Alpenwelt 😎 Morsen lernt man nicht innerhalb von wenigen Wochen oder Monaten – Morsen ist eine Sprache, die man täglich üben und pflegen muss, damit es Spass macht sie zu praktizieren! Carine macht das neben unseren SOTA-Aktivitäten und dem Funkbetrieb im Shack täglich auch „trocken“ mit kleinen Sprüchen aus einem Kalender, die sie mit der Diktierfunktion ihres Smartphones aufnimmt und sie übers Jahr im Random wiedergibt und dabei versucht die Messages im Kopf wieder zu entschlüsseln – das klingt dann so…


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Das ist ein kleines Bausteinchen in der Pflege von Morse-Skills – wenn ihr wissen möchtet, wie ihr von ganz vorne beginnen könnt, dann schaut euch doch mal unsere Seite rund ums Morsen an 😁 👍 : Morsen (CW) – Lutz Electronics, Schweiz 

Wir werden euch zukünftig auf unserem YouTube-Kanal in loser Abfolge jeweils eine kleine Morsemessage aus Carines Wochenprogramm präsentieren und sind gespannt, ob ihr sie entschlüsseln könnt 😅 Eure Lösungen bitte in die Kommentare der YouTube-Videos!

Viel Spass und vy 73 de René, HB9NBG + 73/88 de Carine, HB9FZC

ELECRAFT K4 – Unsere grosse Video-Präsentation ist da!

Kennt ihr das Flaggschiff von ELECRAFT? In unserem neuen Video habt ihr Gelegenheit den High-End-Transceiver ganz im Detail kennenzulernen 👍 Wir zeigen euch, was er kann, und wie er sich bedienen lässt – wie immer mit viel Praxisbezug! Wusstet ihr, dass es sogar für Android-Smartphones eine kostenlose Remote-App gibt für den K4? Auch die zeigen wir euch mit einem Live-QSO und selbstverständlich auch das einzigartige K4/0-Portabel-Remote-Device und die Remote-Möglichkeiten über Windows, MAC und LINUX. So umfangreich konntet ihr den K4 wohl noch nie erleben – es sei denn, ihr habt selber schon einen 😉


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SOTA oder POTA – Mit welchem Equipment machen Outdoor-Aktivitäten am meisten Spass?

Amateurfunk-Aktivitäten im Freien haben ihren ganz besonderen Reiz. Während bei einer Heimstation eine moderate bis hohe Sendeleistung und mehr oder weniger umfangreiche Antennenanlagen einen zentralen Aspekt darstellen, ist es im Portabelbetrieb ein möglichst geringes Gewicht und ein kleiner Stromverbrauch des Equipments. Trifft man bei der Wahl der Portabel-Ausrüstung ins Schwarze, dann kommen z.B. bei Funkaktivitäten von Berggipfeln – das entsprechende Diplomprogramm heisst SOTA – immer wieder auch beeindruckende DX-Verbindungen zustande, und dabei fühlt sich der SOTA-Aktivator schon hin und wieder wie eine begehrte DX-Pedition und hat jede Menge Spass 🙂 Carine und ich sind seit 12 Jahren begeisterte SOTA-Aktivatoren und nutzen unsere eigenen Aktivitäten auch sehr gerne für ausgedehnte „Field-Tests“. In den vergangenen Wochen hatten wir immer wieder Gelegenheit Amateurfunk Outdoor zu betreiben und dabei spannende Erfahrungen zu sammeln, die wir euch nicht vorenthalten möchten! Wir haben unsere Seite rund um unsere Empfehlungen für Outdoor-Amateurfunk-Setups komplett überarbeitet und neue, spannende Erkenntnisse darin einfliessen lassen – hier geht’s zur Seite: SOTA – Unsere Setups – Lutz Electronics, Schweiz