Ein Video geht „viral“

Solche Schlagzeilen liest man schon mal in den Medien, wenn jemand irgendetwas unglaubliches, ja beinahe unfassbares filmt und den Clip auf Social Media-Portale hochlädt. Gemeint ist damit, dass der Clip sich wie ein Virus in Windeseile in den Internetportalen rund um den Globus verbreitet und dabei tausendfach geteilt wird. Bei Videoclips aus einer Nische, die nur verhältnismässig wenig Menschen interessiert, muss man den Begriff „viral“ natürlich etwas relativieren. Bei der Amateurfunk-Community scheinen Carine und ich allerdings den Nerv getroffen zu haben, als wir gestern einen ultrakurz-Clip auf Facebook „gestellt“ haben, der mich zeigt, wie ich mit dem neuen Remote-Device K4/0 von ELECRAFT aus einem fahrenden Zug heraus in CW in einem Contest mitmische 🙂 Wir waren ganz schön überrascht, als uns Facebook vier Stunden, nachdem wir den Clip hochgeladen hatten, meldete, dass er bereits über 5’000 mal angeschaut worden war! Die Möglichkeiten, die ELECRAFT dem Funkamateur mit der Remote-Lösung rund um den K4 bietet, scheint die OMs und YLs echt zu beeindrucken. Carine und ich haben uns deshalb spontan dazu entschlossen, das Thema noch ein wenig „vielseitiger“ zu beleuchten und haben unseren K4/0 kurzerhand unter den Arm genommen und damit Amateurfunkbetrieb an Plätzen gemacht, wo heute wohl normalerweise nur telefoniert oder im Internet gesurft wird, und dabei sogar Punkte an zwei Contests verteilt – in SSB und sogar in CW! Wir wünschen beeindruckende Unterhaltung….


Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube. Mehr erfahren »

Die neue tragbare Remote-Einheit K4/0 arbeitet mit integriertem Akku und Wireless-LAN völlig unabhängig und macht damit Amateurfunk nahezu überall verfügbar und wann immer ihr Lust dazu habt. Und weil jeder K4 als Server konfiguriert werden kann, und ihr mit dem K4/0 als «Client» direkt darauf zugreift, seid ihr mit der Remote-Lösung von ELECRAFT auch absolut autonom unterwegs und unabhängig z.B. von Remote-Servern eines Herstellers.

Der K4D ist ab Lager bei uns verfügbar, und die erste Lieferung der neuen Remote-Einheit K4/0 wird voraussichtlich in ca. 2 – 3 Wochen bei uns eintreffen. Gerne unterbreiten wir euch unsere Offerte für eure ganz individuelle Remote-Lösung rund um den K4 🙂 Anfragen bitte per Mail an info@lutz-electronics.ch .

 

MORSERINO: Wir räumen unser Lager!

Viele von uns haben ihre ersten Schritte auf dem Weg zum CW-Operator bzw. zur CW-Operatrice mit dem „MORSERINO“ gemacht. Willy, OE8WKL hatte den einmaligen Morse-Trainer vor ein paar Jahren als Kit lanciert, und wir durften Hunderte der Bausätze an viele von euch verkaufen. An dieser Stelle noch einmal ganz herzlichen Dank an Willy für die äusserst angenehme Zusammenarbeit über die vergangenen Jahre.

Mit dem Übertritt von Willy in den wohlverdienten Ruhestand endet auch für uns die „MORSERINO-Ära“. Was uns im Moment noch bleibt, ist ein Restbestand an Akkus für den MORSERINO:

Wir bieten euch diese originalverpackten Akkus zum Spezialpreis von CHF 8.90, solange der Vorrat reicht – für diejenigen unter euch, die den Akku bei uns abholen, fallen nicht einmal Versandkosten an 😉

Sichert auch den Ersatzakku für euren MORSERINO am besten gleich per Mail an info@lutz-electronics.ch – „es hett, solang’s hett!“

Morsen lernen geht übrigens auch ohne MORSERINO 🙂 Schaut euch doch mal unsere wertvollen Tipps auf unserer Seite Morsen (CW) in unseren Funkpraxis-Rubriken an!

Mit 100mW nach Australien funken – geht das?

Mit Amateurfunk wird die Welt zum Dorf. Funkt man zur richtigen Zeit auf dem richtigen Kurzwellenband, dann «erwischt» man auch als Europäer sogar regelmässig Freunde auf der anderen Seite der Erdkugel und plaudert mit ihnen über Dies und Das. Amateurfunk ist ein kommunikatives Hobby für Sie und Ihn und verbindet Menschen rund um den Globus aus unterschiedlichen Kulturen und quer durch die Gesellschaftsschichten. Auch das Experimentieren gehört zum Amateurfunk, und eine Verbindung über sehr weite Distanzen mit QRP (kleine Sendeleistung) herzustellen, das ist besonders attraktiv und begeistert selbst Funkamateure, die ihrem Hobby schon seit Jahrzehnten nachgehen. Dass es selbst mit 100mW rund um den Globus funktioniert, das ist aber selbst für erfahrene OMs (Old Man = Funkamateur) und YLs (Young Lady = Funkamateurin) ein richtig grosses Ereignis – so geschehen am Vormittag des 24.9.2025, als René HB9NBG aus dem Dörfchen Grindel in der Nordwestschweiz mit einer Sendeleistung, die fünfmal kleiner ist als die eines lizenzfreien «Walky-Talkys», wie sie z.B. Kinder zum Funken untereinander über Distanzen von einigen 100m verwenden, mal eben ein paar Worte mit Ian, VK3MO in Melbourne, Australien tauscht…


Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube. Mehr erfahren »

In dem Sinne euch allen weiterhin viel Spass und Good DX auf den Bändern 🙂

vy 73 de René, HB9NBG + 73/88 de Carine, HB9FZC

„Die herausragende Clever-Whip“ – Feedback von DG8MAR

Einige von euch kennen Carine und mich als begeisterte Berggänger und SOTA-Aktivatoren. Weil uns „Draussenfunken“ ganz besonders viel Spass macht, wenn wir es im Rahmen einer ausgedehnten Bergtour betreiben können, ist für uns ein möglichst geringes Gewicht unseres Equipments zentral, und wir haben einige Jahre lang fast ausschliesslich mit dem KX2 und aufgesteckter AX1 gearbeitet auf unseren SOTA-Touren – Europa arbeitet der „Draussenfunker“ damit täglich, und mit etwas Glück liegt mit dem „Handy-Style-KW-Equipment“ auch mal ein SSB-QSO an die Ostküste der USA drin.

Anfang 2024 kam uns dann mal die Idee eine Portabel-Antennenlösung zu lancieren, die echt DX-tauglich und dabei trotzdem federleicht ist und im Rucksack kaum mehr Platz benötigt als die kleine AX1 – HB9NBGs Clever-Whip Kit war geboren 🙂

Sehr bald waren erste unglaublich beeindruckende „Field-Tests“ des ersten Prototyps erfolgt, und das Setup wurde laufend optimiert. Ende 2024 konnten wir schliesslich die finale Version definitiv lancieren, und in der Zwischenzeit dürfen einige Dutzend OMs und YLs verteilt in ganz Europa unser Portabel-Antennen-Setup mit Alleinstellungsmerkmalen ihr Eigen  nennen. Einer dieser glücklichen Besitzer ist Martin, DG8MAR. Sein Feedback, das wir vor ein paar Tagen zu HB9NBGs Clever-Whip Kit erhalten haben, hat uns riesig gefreut, und Martin hat zugesagt, dass wir es hier 1:1 veröffentlichen dürfen 🙂 : „Ich möchte mich auf diesem Wege nochmal ganz herzlich für die herausragende Clever Whip bedanken. Das SOTA-Erlebnis wird für mich durch die Whip perfektioniert – die Cleversticks sind hervorragende, leichte und robuste Wanderstöcke, die bei mir mittlerweile bei keiner Bergtour mehr fehlen dürfen. Die Clever Whip lässt sich superschnell aufbauen und zaubert mir immer wieder ein zufriedenes Grinsen in‘s Gesicht, weil sie an meinem IC-705 in kürzester Zeit abgestimmt ist und für hervorragende Rapporte sorgt. Nach dem ersten CQ SOTA auf 20 m neulich auf dem Trattberg OE/SB-337 kam sofort ein Ruf von der Insel Menorca – und es folgen in wenigen Minuten 8 weitere tolle Verbindungen nach EA, IN, UR, GW. Hier ein Foto meiner letzten Aktivierung vom Trattberg. Ich denke gerade als nächsten Schritt darüber nach, für längere Touren mir einen Elecraft KX2 zuzulegen. Der IC-705 macht mir Freude, aber die bekannten Nachteile gegenüber dem KX2 wiegen leider schwer (im wahrsten Sinne des Wortes)…“

Herzlichen Dank noch einmal an Dich, lieber Martin und weiterhin ganz viel Spass beim „Draussenfunken“ mit HB9NBGs Clever-Whip Kit! Die Offerte für den KX2 ist in Arbeit 😉

Übrigens:
Unter SOTA-Setups zeigen wir euch unterschiedliche Portabel-Konfigurationen, die Carine und ich selber nutzen bei unseren Aktivitäten.

Horizontale oder Vertikale Polarisation?

Ich kann mich gut an meine Anfänge im Amateurfunk erinnern, als noch zwischen UKW-Amateuren und KW-Amateuren unterschieden wurde. Im SSB- und CW-Segment des 2m-Bandes war Anfang der 1990er-Jahre täglich rege Traffic. Eine Yagi für „2m-DX“ hatte damals fast jeder und daneben eine kleine GP für 2m und 70cm, die man für FM nutze, um seinen Freunden übers „Haustelefon“ mitzuteilen, dass z.B. auf 144.300 MHz in SSB grad GM4IPK regelrecht „hereindonnert“.

Heute hat für viele OMs und YLs UKW an Attraktivität eingebüsst, und wo an den 2m-Contest-Wochenenden vor Jahrzehnten die Bänder noch zum Bersten voll waren, gibt’s heute nur noch wenige „Cracks“, die UKW-DX mit entsprechendem Antennen-Equipment betreiben. Hat man als Contest-Teilnehmer einen guten Standort, kann man aber immer auch ein paar leise Signale empfangen und zusätzliche QSOs loggen von Funkamateuren, die z.B. mit ihrer X50 ein paar Contest-Punkte mit ihrem Stations-TRX verteilen, der auf 2m und 70cm neben FM auch SSB und CW kann.

Aber warum kommen wir denn z.B. mit einer kleinen Vertikal im 2m-Betrieb in SSB oder CW nicht wirklich auf einen „Grünen Zweig“? Warum hören wir nur Rauschen auf einer Frequenz, wenn die Conteststation, der wir zuhören einen OK nach dem anderen arbeitet? Einer unserer YouTube-Abonnenten hat uns folgende Frage gestellt: „Hallo, ich habe mal eine Frage zur Polarisation der Antenne. Die ist bei dir ja horizontal polarisiert. Bedeutet dies, dass man vertikal polarisierte Stationen nicht oder nur schwer empfängt? Gibt es beim Kontest eine Empfehlung wie man polarisiert? Danke und Grüsse!“

Ich denke diese Frage könnte auch den einen Besucher oder die andere Besucherin unserer Website beschäftigen, und deshalb hier meine Antwort, die ich dem OM geschickt habe:

„Hallo und besten Dank fürs Feedback. Grundsätzlich ergibt eine „falsche“ Polarisation – d.h. zum Beispiel einer der beiden QSO-Partner ist Vertikal polarisiert und der andere Horizontal, oder einer Zirkular rechts und der andere Zirkular links drehend – eine Dämpfung von 20 – 25dB; also effektiv relativ viel. In der Praxis „spürst“ Du diese Dämpfungen ausgeprägter, je höher die Frequenz ist – richtig massiv wird’s da, wo Du nur noch auf Sicht arbeiten kannst. Auf 2m arbeitest Du oft auch über Reflexionen, und die Polarisation Deines Signals wird ohnehin noch gedreht – die 20 – 25dB müssen da nicht immer abfallen. Und auf der Kurzwelle spielt die Polarisation nur auf der Bodenwelle eine Rolle – beim Arbeiten über die Raumwelle spürst Du sie i.d.R. nicht – da haben andere Kenngrössen wie z.B. der Aufbau der Antenne über Grund einen weitaus grösseren Einfluss (nur bei Horizontal polarisierten Antennen). Die Polarisation spielt also grundsätzlich nur im UKW-Bereich eine Rolle, und in der Praxis wird für SSB und CW i.d.R. Horizontale und für FM vertikale Polarisation verwendet. Im Zweifelsfall wäre übrigens eine Zirkulare Polarisation eine zumindest prüfenswerte Option, weil Du damit gegenüber H oder V nur jeweils 3dB verlierst. In unseren Rubriken „Funkpraxis“ findest Du übrigens ein paar interessante und hilfreiche Praxistipps aus verschiedenen Bereichen des Amateurfunks. Viel Spass Dir weiterhin und vy 73 de René, HB9NBG“

Unser Hobby hat viele faszinierende Facetten! Wir wünschen euch weiterhin viel Spass dabei und vy 73 de René, HB9NBG + 73/88 de Carine, HB9FZC