Morsetasten

Neu in der Morsetelegraphie?

Ich (René, HB9NBG) gebe es offen zu: Nachdem ich 1989 meine Amateurfunklizenz gemacht habe, sah ich über 30 Jahre lang keine Notwendigkeit mich mit der Modulationsart CW zu beschäftigen. Bei uns war es Carine, die 2020 für die Initialzündung gesorgt hat – damals in erster Linie um bei unseren SOTA-Aktivierungen zumindest auch die S2S zu den Aktivatoren loggen zu können, die ausschliesslich in CW QRV sind. Inzwischen aktivieren Carine und ich 95% unserer SOTA-Gipfel in CW-only, und ich selber konnte von zu Hause meinen DXCC-Stand durch CW mit Präfixen ergänzen, die ich vor meiner „Morse-Karriere“ in 30 Jahren in SSB noch nicht einmal gehört hatte. Deshalb: Es ist nie zu spät sich auch mit dem Morsen zu beschäftigen! Morsen ist allerdings definitiv etwas, was man nicht in 3 Monaten lernt – zumindest nicht so, dass man auch QSOs On-Air verbuchen kann. Es braucht Willen, Durchhaltevermögen und Geduld. Aber glaubt mir: Es lohnt sich! Denn die Fertigkeit sich über Funk in Morsetelegraphie zu unterhalten ist etwas, das man sich nicht kaufen kann, und schliesslich das erste CW-QSO zu loggen, das ist ein Gefühl, das man nicht beschreiben kann 🙂 Unter unserer Rubrik Funkpraxis haben wir auf unserer Seite Morsen einige hilfreiche Informationen und Tipps für euren eigenen Einstieg in die Morsetelegraphie und wertvolle Links rund ums Thema für euch zusammengetragen.


Die Morsetaste – das „Mikrofon“ des Telegraphisten

Der klassische „Straight Key“ – auch „Klopfer“ genannt. Über einen einzigen Kontakt werden Punkte und Striche durch entsprechend kurzes Antippen oder etwas längeres Halten komplett manuell gegeben

Der Markt der Morsetasten ist ein Nischenmarkt, der allerdings von sehr vielen mehr oder weniger kleinen Playern bewirtschaftet wird. Neben den klingenden Namen weltweit bekannter Hersteller gibt es sehr viele kleinere Produzenten von Morsetasten. Grundsätzlich geht es bei einer Morsetaste darum den Träger des Senders zu tasten; d.h. einfach ausgedrückt den Sender per Tastendruck einzuschalten und mit Loslassen der Taste wieder auszuschalten. Bei den „Straight Keys“ – auch „Klopfer“ genannt – geschieht das Morsen noch komplett manuell; d.h. möchte ich einen Punkt in den Äther schicken, dann drücke ich kurz auf die Handtaste, und möchte ich einen Strich senden, dann halte ich die Taste etwas länger – rhythmisches Geben mit einem Straight Key ist die ganz hohe Schule des Morsens, und auch sehr gute CW-isten kommen mit Klopfertasten nur selten wesentlich über eine Geschwindigkeit von 20WPM hinaus.

Viel häufiger als Straight Keys werden heute sogenannte Morse-Paddles verwendet. Striche und Punkte werden damit nicht mit einer vertikalen Bewegung vollständig manuell gegeben, sondern über zwei Paddles, die seitlich betätigt werden, werden zwei unterschiedliche Kontakte geschlossen – der eine Kontakt bewirkt bei der „KEYER-Funktion“ des Transceivers die Wiederholung von Strichen, solange das Paddle gehalten wird, und der andere Kontakt generiert Punkte. Rhythmisches Geben ist deshalb mit einem Paddle sehr viel einfacher als mit einer Handtaste.

Vielleicht lest ihr zwischen den Zeilen oben auch ein wenig die eigene Begeisterung von Carine und mir für die Morsetelegraphie heraus 🙂 Um euch auch das „Werkzeug“ dafür in die Hand zu geben, eure eigenen Erfahrungen mit CW zu sammeln, halten wir im Markt der vielen kleinen Nischenplayer Ausschau nach Paddeln für den Stationären und für den Portabelbetrieb, und die Paddles, die uns selber gefallen, könnt ihr auch direkt bei uns bestellen. Bitte beachtet, dass das Angebot hier nicht statisch ist, sondern dass im Laufe der Zeit durchaus weitere schöne Morsetasten anderer Hersteller hinzukommen können 😉

CW-ONE-PRO  – Die „Schwere“ für Stationären Betrieb

Wusstet ihr, dass Japan das Land mit dem grössten prozentualen Anteil von Funkamateuren in der Bevölkerung ist?  Oftmals sind es denn auch Japaner, die für „Farbtupfer“ im Log bei Carines und meinen SOTA-Aktivierungen verantwortlich sind. Und da kommt sie her, die CW-ONE-PRO des Herstellers „CQOHM“. Die robuste Taste ist 830g schwer und verrutscht nicht so leicht auf dem Stationstisch, auch wenn bei der Jagd aufs neue DXCC schon mal richtig zugelangt wird 😉 Die präzise und dennoch simple Mechanik bietet beidseitig jeweils zwei Rändelschrauben – einmal zur Einstellung der Tast-Härte, also dafür, wie stark ich drücken muss, um den Kontakt zu schliessen, und einmal für den Weg; also wie weit ich das Paddle bewegen muss, um einen Punkt oder einen Strich auszulösen. Das Paddle lässt sich so sehr genau auf die eigenen Bedürfnisse anpassen. Für den Anschluss an den Transceiver befindet sich hinten am Metallblock eine 3.5mm-Klinkenbuchse (stereo)

CQOHM CW-ONE-PRO  |  Professionelles Morsepaddle, schwere Stations-Ausführung   |  CHF 199.90

Anschlusskabel im Lieferumfang nicht enthalten! Passende Anschlusskabel und Adapter für euren Transceiver – siehe unten!

Die Taste ist ab Lager verfügbar – Bestellung bitte per Mail an info@lutz-electronics.ch .


CW-T1 – Unser „Öhmchen“

Die Anforderungen an eine Taste für den Portabelbetrieb – z.B. SOTA oder POTA – sind nicht dieselben, wie man sie an eine Taste für den Stationären Betrieb stellt. Während eine Stationäre Taste auf dem Shack-Tisch nicht verrutschen sollte und damit möglichst schwer sein soll, ist bei Morsetasten für portable Einsätze eine möglichst kompakte und leichte Bauweise gefragt. Das „Öhmchen“, wie Carine unsere neue kleine Taste nennt, erfüllt diese Anforderungen bestens! Die Taste ist sehr kompakt (siehe Video unten) und ein Federgewichtchen. Das „Öhmchen“ ist mit 3D-Druck aus ABS gefertigt und sehr simpel aufgebaut: links uns rechts am Gehäuse steht jeweils eine kleine Imbussschraube zur Verfügung, mit der sich der Tast-Weg einstellen lässt – die Härte ist gegeben und kann nicht verändert werden. Anders als bei Stationstasten, die möglichst unverrückbar auf dem Tisch stehen sollten, wird das „Öhmchen“ beim Betrieb in einer Hand gehalten, während mit der anderen Hand in die Tasten gehauen wird – zusätzliche Montage- oder Fixiermöglichkeiten sind bei der Taste nicht vorgesehen. Für den Anschluss an den Transceiver befindet sich hinten am Gehäuse der Taste eine 3.5mm-Klinkenbuchse (stereo). Das „Öhmchen“ wird in einem Hartschalen-Etui im Carbon-Look geliefert. Im Video unten könnt ihr sehen, wie Carine im SOTA-Betrieb morst.

CW-T1 – Das „Öhmchen“  |  Mini-CW-Paddle, leichte Ausführung 3D-Print ABS, inkl. Etui  |  CHF 59.90

Anschlusskabel im Lieferumfang nicht enthalten! Passende Anschlusskabel und Adapter für euren Transceiver – siehe unten!

Die Taste ist ab Lager verfügbar – Bestellung bitte per Mail an info@lutz-electronics.ch .


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Der „Handschmeichler“

Auf einem SOTA-Gipfel oder in einem POTA-Park zu morsen ist nicht dasselbe, wie CW im Shack zu praktizieren; i.d.R. hat man beim „Draussenfunken“ keine ebene Unterlage zur Verfügung, wo man eine schwere Morsetaste drauf aufstellen und gemütlich tasten kann – viele Portabel-CW-isten halten ihre Taste stattdessen in einer und tasten mit der anderen Hand. Im Sommer geht das bei angenehmen Temperaturen eigentlich mit jeder Taste recht gut. Ist es allerdings derart klirrend kalt, dass einem beim Morsen schon nach wenigen Minuten die Finger abfrieren, dann wäre man immer mal wieder froh Handschuhe anziehen zu können bei der Aktivierung. Jetzt wird’s bei herkömmlichen, mechanischen Morsepaddeln schon schwierig, weil man mit Handschuhen einfach nicht mehr dasselbe Gefühl hat wie ohne, und Punkte und Striche kommen nicht mehr so einfach in der Reihenfolge und in dem Rhythmus, wie man sie eigentlich geben möchte 😅

Der „Handschmeichler“ ist die Lösung! Statt zwei bewegliche Paddles, ist die spezielle Morsetaste mit zwei Drucksensoren ausgestattet – drücke ich die eine Seite kommen Punkte, drücke ich die andere kommen Striche. Wenn man sich gewohnt ist mit hochpräzisen mechanischen Paddles zu geben, ist die Nutzung des Handschmeichlers zuerst eine kleine Umstellung, weil ich etwas härter tasten muss – dafür geht das auch mit Handschuhen recht gut, und auch, ob ich Links- oder Rechtshänder bin, spielt keine Rolle: Am TRX brauch ich nichts umzustellen – ich drehe einfach die Taste um 180° 😁 Dabei ist aber der Handschmeichler nicht ausschliesslich etwas für die Draussenfunker – er lässt sich auch im Shack oder im Remotebetrieb sehr komfortabel nutzen und hat dabei noch den Vorteil, dass er nicht wegrutscht, wenn ich bei der Jagd auf ein neues DXCC schon mal etwas härter in die Tasten haue 😉 Für den Anschluss an den Transceiver steht hinten an der Taste eine 3.5mm – Klinkenbuchse zur Verfügung – wir empfehlen dazu das hochflexible SuperSoft-Kabel (siehe weiter unten!)

Der „Handschmeichler“  |  Elektronische Morsetaste mit Drucksensoren  |  CHF 99.90


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Klinkenkabel 3.5mm – Stereo SuperSoft

Das hochflexible, 1m lange Klinken-Anschlusskabel passt zu beiden Tasten (oben) und eignet sich perfekt dazu z.B. das ultrakleine „Öhmchen“ mit dem KX2 zu verbinden. Das Kabel ist hochflexibel und gerade im Portabelbetrieb sehr komfortabel zu handeln – UNSER KAUFTIPP!

Klinkenkabel 3.5mm Stereo 1m SuperSoft  |  CHF 9.90

Für den Betrieb an Transceivern mit einer 6.3mm-Buchse für den CW-Key wird der folgende Adapter benötigt:

Klinken 3.5-Kpl/6.3-St | CHF 7.90


kx-pd2_paddle_scharfOriginal Morsepaddles von ELECRAFT für KX-2 + KX-3
Ebenfalls in unserem Sortiment führen wir das optionale „Attached Precision Keyer Paddle“, das direkt auf den KX-2, bzw. auf den KX-3 aufgesteckt wird. Grundsätzlich sind beide Paddles gleich aufgebaut; wir führen das KXPD2 bei uns an Lager, das sowohl zum KX-2 als auch zum KX-3 passt – ACHTUNG: Das KXPD3 des KX-3 passt nicht zum KX-2, da die Schrauben zu lang sind und beim Einschrauben die Platine im KX-2 beschädigen!

Morsepaddle KXPD2  |  CHF 259.90

Kunden, die den KX-2 bei uns kaufen, erhalten auf das Paddle 10% Rabatt

Carine und ich führen das KXPD2 immer als „Backup-Paddle“ mit auf unseren Touren. Das KXPD2 ist mit einer äusserst hochwertigen Tast-Mechanik ausgestattet, die sehr präzises Tasten erlaubt. Dabei ist das Paddle trotzdem leichtgängig, und über insgesamt 4 Imbusschrauben (passender Schlüssel im Lieferumfang) kann der Tast-Weg auf die eigenen Bedürfnisse angepasst werden.


Die REB-Paddles zum KH1

Das Original-Paddle des KH1, das im Lieferumfang unseres „Edgewood Packages“ enthalten ist, ist sehr leicht und auch leichtgängig in der Tastung. Wer etwas intensiver unterwegs ist mit seinem KH1, der wünscht sich hin und wieder eine etwas robustere Variante des Morsepaddles. Die „REB-Line“ von Ralf, DB4REB und seiner YL Jami, DO4JEB umfasst im Moment neben dem Handschmeichler (siehe weiter oben!) ein hochpräzises mechanisches Paddle für die Verwendung des KH1 im üblichen „Handystyle“ und eine abgewinkelte Variante mit Drucksensoren, die sich sehr gut eignet, wenn der KH1 flach auf dem Tisch liegt und z.B. mit dem KHRA1 Antennenadapter (siehe oben) betrieben wird. Beide Ausführungen werden – wie das Original-Paddle – direkt unten an den KH1 angesteckt. Das deutlich voluminösere Gehäuse dieser REB-Paddles hat den willkommenen Nebeneffekt, dass die Key-Buchse durch die deutlich grössere Auflagefläche mechanisch entlastet wird.


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REB-KH1-M-Paddle  |  Mechanisches „Ansteck-Morse-Paddle“ für den KH1  |  CHF 99.90

REB-KH1-PS-Paddle  |  Ansteck-Morse-Paddle für den KH1 mit Drucksensoren, gewinkelt  |  CHF 99.90