Funkamateure rund um den Globus feiern am 27.April den „Morse Code Day“. Am 27.April 2025 ist es exakt 234 Jahre her, seit mit Samuel Morse der Pionier der Nachrichtenübertragung schlechthin das Licht der Welt erblickte. Mit der Entwicklung des Morsecodes legte er den Grundstein für unsere Kommunikationsmöglichkeiten von heute. Es hatte dann allerdings noch rund 50 Jahre gedauert, bis es Guglielmo Marconi im Unterwalliser Bergdörfchen Salvan gelungen war erstmals Morsezeichen drahtlos; d.h. über Funk zu übertragen. Morse und Marconi – ohne sie würden wir heute nicht mit Smartphones rund um den Erdball miteinander telefonieren. Während sowohl in der Schifffahrt als auch in der Luftfahrt die Telegraphie ihre Bedeutung als Kommunikationsmittel schon längst verloren hat, gehört das Morsen für viele Funkamateure noch immer zu ihren „Lieblings-Kommunikationsarten“. Durch die sehr kleine Bandbreite eines CW-Signals und den simplen, aber sehr effektiven Morsecode gelingt die Übertragung von Nachrichten über Funk auch mit sehr geringen Sendeleistungen und selbst bei sehr bescheidenen Ausbreitungsbedingungen. Obwohl das Beherrschen der Morsetelegraphie seit Anfang der 2000er-Jahre nicht mehr ein Bestandteil der Amateurfunkprüfung ist und nicht mehr Grundvoraussetzung dafür, dass ein OM oder eine YL Funkbetrieb auf den Kurzwellen-Bändern machen darf, interessieren sich noch heute viele junge Funkamateure für die Morsetelegraphie und setzen es sich zum Ziel, sich entsprechende Fertigkeiten im Selbststudium beizubringen, um selber in CW (Morsetelegraphie) auf den Bändern aktiv zu werden. Auch Carine und ich haben aus der Motivation heraus im SOTA-Betrieb auch S2S-Verbindungen mit anderen Funkamateuren tätigen zu können, die ausschliesslich in CW „unterwegs“ sind, vor etwa 4 Jahren damit begonnen uns CW beizubringen. Dass man diese „Sprache“ nicht eben mal so schnell lernt, das haben wir relativ rasch bemerkt – umso grösser ist heute der Stolz bei jedem geloggten CW-QSO 🙂 . Inzwischen verstehen wir alle Zeichen und können auch einfache «Standard-QSOs» abwickeln in Morsetelegraphie. Wie bei jeder Sprache, die man noch nicht so richtig sattelfest beherrscht, spielt die Tagesform eine wichtige Rolle – in meiner Verbindung hier im Video mit Katsu, JH7HUB in Japan war eben diese Tagesform nicht wirklich die beste. Trotzdem hat’s mit der Verbindung geklappt. So funktioniert Morsen im Amateurfunk…
Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube. Mehr erfahren »
Welche Möglichkeiten sich durch CW auch dem DX-Jäger eröffnen, das könnt ihr am Beispiel der Logs von Carine und mir auf QRZ.com bei HB9NBG und bei HB9FZC sehen – viele dieser Verbindungen wären in SSB zweifellos nicht zustande gekommen. Amateurfunk ist in der Tat eine Spielwiese für an Technik interessierte und kommunikative Menschen – Die Morsetelegraphie gehört noch heute zu den attraktivsten Facetten unseres Hobbys 🙂
Mehr Informationen zum Thema und passendes Equipment findet ihr auf folgenden Seiten: