Abenteuer VHF-Contest – 2m ist viel mehr als ein Relais-Band

Wusstet ihr, dass eure Ansprechpartner bei Lutz-Electronics selber aktive und begeisterte Funkamateure sind? Ich selber (René, HB9NBG) bin seit 1989 lizenzierter Funkamateur. Auf meine Amateurfunkprüfung hatte ich mich vorbereitet, als ich im 1.Lehrjahr meiner Berufslehre zum Audio- und Videoelektroniker war. Die Zeit war begrenzt, und ich hatte mich damals auf den Technischen Teil der Amateurfunkprüfung konzentriert und die Morsetelegraphie erstmal aussen vor gelassen. Als sogenannter «UKW-Amateur» durfte ich auf den Kurzwellenbändern damals keinen Funkbetrieb machen und hatte mich stattdessen ausgiebig mit den Ausbreitungsbedingungen im 2m-Band beschäftigt. Heuer wollte ich’s wieder einmal wissen: Am Sonntagmorgen des 6.Juli habe ich spontan meinen Rucksack gepackt und mich nach Jahren der 2m-Contest-Absenz aufgemacht, um vom höchsten Punkt unseres Dorfes als Portabelstation in der Kategorie «1-6H» teilzunehmen – ein echt cooles Erlebnis und richtiges kleines Abenteuer…


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Im Video verwende ich den FT-817ND und eine „uralte“ kleine 2m-PA. Der kleine Allmode-Multiband-TRX ist noch heute ein treuer Begleiter vieler SOTA-Freude. Die schlechte Nachricht: YAESU hat die Produktion des kompakten TRX vor ein paar Jahren eingestellt – die gute: Der „Nachfolger“ FTX-1 wird im August ab Lager bei uns verfügbar sein 🙂

Detaillierte Informationen zu den anderen Teilen meines Equipments findet ihr unter den folgenden Links:

Leider ist nach der Freigabe der KW-Bänder für alle Funkamateure bei vielen in Vergessenheit geraten, dass auch Funkbetrieb auf VHF und UHF eine sehr spannende Sache sein kann. Probiert’s doch mal aus; es lohnt sich 🙂

vy 73 de René, HB9NBG

HAM RADIO 2025 – „Remote Radio – Connecting the World“

Für uns Funkamateure ist die Welt ein Dorf. Wir knüpfen täglich Kontakte rund um den Globus und tauschen uns regelmässig in QSOs über Dies und Das aus. Nur selten haben wir die Gelegenheit unsere z.T. langjährigen QSO-Partner auch einmal persönlich zu treffen. Am letzten Wochenende im Juni war es auch heuer wieder soweit: Funkamateure aus aller Welt haben sich an der grössten Amateurfunk-Messe Europas, der HAM RADIO in Friedrichshafen getroffen, und Carine und ich durften zusammen mit Eric, WA6HHQ erneut ELECRAFT vertreten und die Besucher mit hochwertigen Produkten für den Portablen und Stationären Betrieb begeistern. Als Offizieller Distributor von ELECRAFT für Europa und autorisiertes Service- und Supportcenter durften wir euch brandheisse News aus dem Hause ELECRAFT präsentieren. Passend zum Motto der diesjährigen HAM RADIO – Ausgabe war die Remote-Lösung rund um den K4 von ELECRAFT für viele Besucher ein ganz besonderer Leckerbissen. Während bei modernen Remotelösungen anderer Hersteller für den abgesetzten Betrieb fast immer ein Computer involviert ist, kommt bei ELECRAFT auch im Remote-Betrieb echtes „HAM-Feeling“ auf: An unserem Stand konnten Besucher der Messe DX-Betrieb in CW und SSB an einem vollwertigen K4D machen. Der Clou dabei war allerdings der, dass an dem TRX keine Antennen direkt angeschlossen waren, sondern unsere Standbesucher über eine DSL-Remoteverbindung zu unserem eigenen K4D arbeiteten, der in Grindel, JN37SJ mit 1kW über eine 4-Element MOSLEY on-air ging – so, als ob man dabei im eigenen Shack sitzen würde. Ganz besonders stolz sind wir auf unsere Live-Demo der neuen, abgesetzten Remote-Einheit K4/0, mit der wir im Batteriebetrieb und mit WiFi-Verbindung über den Hotspot unseres Smartphones erstmalig überhaupt On-Air gehen konnten – Eine echte Weltpremiere 🙂 Alternativ bietet auch ELECRAFT die Möglichkeit ihren K4 über Remote mit einem Computer oder einem Tablet zu bedienen; die Lösungen von Marcus Roskosch für Apple-Devices sind bereits verfügbar. Im Bereich „Portabel“ wusste u.a. das „KW-Handy“ KH1 zu begeistern; mit seinen kompakten Abmessungen und seinem federleichten Gewicht von lediglich 360g setzt der kleine Transceiver neue Massstäbe im Bereich der KW-Portabel-Transceiver. Neben dem grossen „Knaller“ K4/0 war das Interesse am „Marktleader“ unter den Portabel-Transceivern, dem KX2 auch in diesem Jahr ungebrochen, und neben der neuen, kompakten Portabelantenne AX3 hat die finale, sehr robuste Ausführung von HB9NBGs Clever-Whip Kit ebenfalls für staunende Gesichter gesorgt – einer für Portabel-Betrieb optimierte, federleichte DX-fähige Full-Size Vertical für 20 – 4m mit einem Cleveren Stativ, das eigentlich ein Wanderstock ist.

Hier die Links zu unserer Highlights, die ihr bei uns an der diesjährigen HAM RADIO am Stand A1-740 live erleben durftet:

  • Der K4 von ELECRAFT im Remote-Betrieb – DXen am Netzwerkkabel, als ob die Antenne direkt am Transceiver angeschlossen wäre – mit der neuen, abgesetzten Remote-Einheit K4/0 als Weltpremiere
  • ELECRAFT KH1 – Das „KW-Handy“
  • ELECRAFT KX2 – Der seit Jahren unangefochtene Portabel-Marktleader
  • HB9NBGs Clever-Whip Kit – Die Multiband-Vertical, mit der ihr vom Gipfel im DX-Geschäft mitmischt
  • ELECRAFT AX3 – Die Multiband-Tischantenne für SOTA, POTA und WWFF
  • u.v.m..

In unserem Video machen wir einen kurzen Rückblick, und ihr könnt u.a. die neue, abgesetzte Remote-Einheit K4/0 erstmals live On-air sehen… Viel Spass!


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Kennt ihr übrigens die Website von HB9LU? Beat, HB9THJ präsentiert hier sehr fleissig spannende News aus der ganzen Amateurfunk-Community in einer unglaublichen Breite und Tiefe. Schaut euch mit Klick aufs folgende Logo unbedingt auch den Bericht von Beat zur HAM RADIO 2025 an!

Wir bedanken uns bei all unseren Standbesuchern noch einmal ganz herzlich für die unzähligen sympathischen Begegnungen und die vielen spannenden und auch unterhaltsamen Gespräche, die wir mit euch führen durften. Wir möchten es an dieser Stelle auch nicht unterlassen dem ganzen DARC für ihren grossen Einsatz zu danken und dem Organisationsteam der Messe Friedrichshafen, insbesondere Corinna Rid, für eure unkomplizierte Unterstützung und die sehr angenehme Zusammenarbeit. Wir freuen uns bereits auf die nächste Ausgabe der HAM RADIO vom 26. bis 28.Juni.2026.

Mni tnx es hpe cu agn soon

vy 73 de Eric WA6HQQ, dem President of ELECRAFT USA und de René, HB9NBG es 73/88 de Carine, HB9FZC

Der WPX-Contest vom 24./25.Mai – Gelegenheit den DXCC-Stand zu erhöhen

Auf den Kurzwellenbändern lief am Wochenende des 24./25.Mai der weltweite WPX-Contest der Funkamateure in Morsetelegraphie. Dreht man immer mal wieder über die Bänder, dann hört man Meinungen zu Contests, die weit auseinander gehen – von absoluter Verärgerung darüber bis hin zur totalen Begeisterung ist alles zu hören. Fakt ist, dass solche Funkwettbewerbe die Bänder beleben, und wo oftmals „ausser Rauschen nichts zu lauschen“ ist, bleibt an den Contest-Wochenenden kaum eine freie Frequenz, um eben mal ein gemütliches „Schwätzchen“ zu halten – der Amateurfunk lebt! Die permanente Aktivität von Stationen rund um den Globus über 24 oder wie im WPX-Contest sogar über 48 Stunden ermöglicht es dabei auch Funkamateuren mit einfachem Equipment DXCCs zu arbeiten (zu Deutsch: „Länder zu erreichen“), die sonst nur sehr selten zu hören sind, und dabei auch von rasch wechselnden Ausbreitungsbedingungen profitieren zu können. Weder Carine noch ich zählen uns zu den „Hardcore-Contestern“ unter den Funkamateuren – aktiv an einem grossen, weltweiten Wettbewerb teilzunehmen wäre uns inzwischen definitiv zu stressig 😉  Aber ein paar Länder sammeln und sehen, wie weit meine Funkwellen so reichen, ist lustig 🙂 Am WPX-Contest geht es – auf einen einfachen Nenner gebracht – jeweils darum innerhalb von 48 Stunden mit möglichst vielen Funkamateuren rund um den Globus Kontakt aufzunehmen und die Rufzeichen und die laufende Nummer der Verbindung auszutauschen. Obwohl die Ausbreitungs-Vorhersage für die Kurzwellenbänder nicht wirklich vielversprechend war, habe ich mich an dem Contest-Sonntag mal ein wenig hinter meine KW-Station gesetzt und die Bänder nach ein paar Rosinen abgesucht – die Nachbarn werden sich wohl gefragt haben, warum sich unsere Kurzwellen-Beam neben dem Haus fast ununterbrochen dreht 😉 Wahnsinnig, welche Flecken der Erde ich mit unserer leistungsfähigen Kurzwellenstation trotz mässiger Ausbreitungsbedingungen über Funk so erreichen konnte!

Es wäre natürlich deutlich mehr gegangen, aber ich habe nur sporadisch und verhältnismässig kurz vor der Station gesessen und einfach mal versucht nur „echte“ DX zu arbeiten und dabei mit jedem Land, das ich hören konnte, nur 1 QSO zu machen.

Ja, Amateurfunk ist extrem facettenreich und macht unglaublich viel Spass 🙂

Ach ja, hier noch die Zusammensetzung meines Setups am Contest:

SOTA – Tourentipp der Woche: Sportliche Doppelaktivierung hoch über dem Genfersee

„Draussenfunken“ eröffnet uns Funkamateuren Tür und Tor unser Hobby mit Aktivitäten im Freien zu kombinieren. Viele Funkamateure haben aufgrund von Antennen-Restriktionen nicht die Möglichkeit von zu Hause auf den KW-Bändern QRV zu sein, oder sie sind aufgrund ihres Standorts oder durch den hohen Grundrauschpegel stark eingeschränkt, was ihre Möglichkeiten beim Mitmischen im „DX-Geschäft“ betrifft. Portabel-Diplom-Programme wie SOTA, POTA, WWFF, etc. erfreuen sich deshalb zunehmender Beliebtheit – sie lassen sich mit kleinerem „Hardware-Aufwand“ betreiben, und weil Du für Deine „Chaser“ und „Hunter“ bzw. Jäger ein attraktiver QSO-Partner bist, kommt auch die Funkpraxis und damit der Spass am Funken nicht zu kurz. Vor allem bei den SOTA-Funkern kann eine sogenannte Aktivierung bei entsprechender Gestaltung auch mit mehr oder weniger intensiver sportlicher Ertüchtigung verbunden sein – SOTAler in den Alpenländern verbinden ihre Funk-Aktivitäten immer wieder gerne mit ausgedehnten Bergtouren. Auch für Carine und mich ist SOTA die Gelegenheit unsere beiden grössten Leidenschaften Amateurfunk und Bergwandern miteinander zu kombinieren. Seit 10 Jahren erkunden wir die Schweizer Bergwelt inzwischen nicht bloss mit Bergwanderausrüstung, sondern auch mit Amateurfunkgeräten und ultraleichtem Antennenequipment im Rucksack und erleben dabei sowohl die Schweizer Bergwelt als auch den Amateurfunk immer wieder auf besonders eindrückliche Weise. Vor einigen Jahren haben wir dabei damit begonnen von jeder unserer Touren einen kleinen Bericht mit einigen Highlights der Tour, Informationen zum Equipment, das wir dabei eingesetzt haben, und auch immer wieder mit kleinen Anekdoten gespickt, zu schreiben. Einige dieser Touren möchten wir für euch herauspflücken und sie euch hier als „Tourentipp zur Nachahmung“ präsentieren – heute mit einer schönen Tour über 2 SOTA-Gipfel zwischen dem ausklingenden Winter und dem aufbrechenden Frühling im nordwestlichen Unterwallis …

Les Jumelles HB/VS-235, 2215m (8 Punkte) und Le Grammont HB/VS-103, 2172m (8 Punkte)

Mittendrin statt nur dabei! Ein Tag wie er schöner nicht starten könnte: Die Sonne lacht bereits vom stahlblauen Himmel, als wir um kurz vor 08:00 Uhr in der Früh mit dem Auto von Vouvry nach „Le Flon“ oberhalb von Miex flitzen. Das Auto ist parkiert – es kann losgehen… Es geht grad recht zur Sache im 1. Aufstieg des Tages über rund 350hm ins wunderschöne Bergdörfchen Taney. Das kühle Rivella im kleinen Beizchen haben wir uns jetzt redlich verdient. Unsere Blicke schweifen nach Westen: Gewaltig thronen sie da oben; die 2 Felsbrocken – wie Zwillinge. Und so heißen sie auch: „Les Jumelles“. Und den grösseren der beiden nehmen wir jetzt in Angriff… Lieblich schlängelt er sich am westlichen Dorfausgang links dem Hang entlang bergwärts, der Wanderweg. Wir folgen ihm bis zur Abzweigung „La Combe“ und dann in eben der Richtung weiter… und plötzlich finden wir uns wieder: Mittendrin und nicht nur dabei! Wie in einer anderen Welt und weit weg von jeglicher Zivilisation …durch Karstfelder und märchenhafte Tannenwälder hindurch und immer mit Blick auf den gewaltigen „Grossen Zwilling“. La Combe ist erreicht – jetzt kurz durchschnaufen und ab in den steilen Schlussaufstieg über einen Saumpfad über die Südflanke und schliesslich mit leichtem, luftigen Gekraxel zum Gipfelkreuz unseres ersten Gipfels des Tages… Geschafft! Wir stehen oben auf dem HB/VS-235 und schauen jetzt tief runter ins Tal, von wo wir vor 2 einhalb Stunden noch hier hinauf geblickt hatten. HB9NBGs Clever-Whip-Kit ist ruckzuck aufgebaut, und schon geht’s on-air; zuerst auf 17m, dann auf 20m, und die Signale donnern aus ganz Europa regelrecht herein 🙂 20 Morseverbindungen sind geloggt – Zeit die Segel hier oben zu streichen! Heute müssen wir’s wieder einmal nicht besser können, aber länger 😉 …der OVO-Riegel bringt“s! Und um halb 1 Uhr Mittags geht’s auch schon wieder auf den Abstieg… La Combe ist passiert, und gemütlich geht’s weiter talwärts… noch sind wir uns nicht schlüssig, bzw. wir sind uns nicht ganz einig, ob heute noch ein zweiter Gipfelaufstieg drin liegt!? Schliesslich haben wir schon 1’200 Höhenmeter Aufstieg in den Beinen. Ein Blick in den SOTlas – ich bin mir sicher, Carine weniger 😉 Wir versuchen’s und folgen einem Schotterweg, der mehr oder weniger der Höhenlinie entlang die Ostflanke des „Grossen Zwillings“ traversiert…. hmmm… leider geht er weiter talwärts, und da wollen wir jetzt definitiv doch noch nicht hin! Ein Geisspfad führt vom Weg auf der Höhe vom 1’587m steil die Grasflanke hoch Richtung „Le Grammont“ …ja, es geht ans Eingemachte! Man sammelt sich noch einmal und fokussiert sich… auf das silbrig schimmernde Gipfelkreuz des Grammont, das von Weitem im Sonnenlicht erstrahlt, und dessen Anblick unsere letzten Energiereserven mobilisiert …der Schlussgrat ist erreicht, und der Blick auf den gewaltigen Genfersee verleiht uns schliesslich die Flügel, die’s jetzt definitiv braucht. Geschafft! Wir stehen tatsächlich oben auf dem zweiten Gipfel des Tages, dem „Le Grammont“ HB/VS-103, und der Ausblick raubt uns schier das letzte Bisschen Atem 🙂  HB9NBGs Clever-Whip-Kit ist wiederum ruckzuck aufgebaut, und schon geht’s wieder on-air… Der Wind bläst hier oben empfindlich! Umso schneller möchte man die erforderlichen Verbindungen im Log und die zweite SOTA-Aktivierung des Tages im Sack haben! Es geht schliesslich auch fix mit dem Top-Equipment, und schon nach wenigen Minuten Betrieb sind 11 Morseverbindungen mit ganz Europa bis auf Madeira geloggt. Noch das obligate Gipfel-Fotoshooting beim Kreuz, das uns von Weitem den Weg gewiesen hatte, und schon geht’s ab auf den Abstieg an traumhaft schönen Krokus-Feldern vorbei zurück nach Taney, wo uns vor der Kulisse des wunderschönen Lac de Taney ein kühles Bier und ein feines Plättli erwarten 🙂 Zu unserer eigenen Überraschung sind wir recht früh dran: Es ist erst kurz nach 17 Uhr – früh genug, um auch noch den Schlussabstieg zurück nach „Le Flon“ unter die Füsse zu nehmen… Das war echt eine coole SOTA-Tour!

Die Daten zur Tour (Aktivierungen vom 16.Mai 2025)
22.6km, 1’860 Höhenmeter Aufstieg, 1’870 Höhenmeter Abstieg und 6Std 45min reine Marsch- und Kraxelzeit insgesamt

SOTA – Das Handbuch

Die neue Auflage ist da!

SOTA, POTA, WWFF, COTA, etc… Das sind sie; die Betriebsarten, die draussen stattfinden. Hast Du Amateurfunk schon mal im Freien ausprobiert? Viele Funkamateure haben aufgrund ihrer individuellen Wohnsituation nicht die Möglichkeit zu Hause Antennen für den Betrieb auf den Kurzwellen-Bändern aufzubauen. Das Hobby deswegen an den Nagel hängen? Auf keinen Fall! Für uns Bewohner eines Alpenlandes bietet sich der Funkbetrieb von Berggipfeln oder auch schon von Hügeln z.B. im Jura geradezu ideal als Alternative zum Amateurfunkbetrieb zu Hause an. Amateurfunk mit einer Wanderung zu verbinden und dabei mit wenig „Hardware-Aufwand“ und QRP-Equipment QSOs rund um den Globus zu fahren und sogar grossartige DX zu loggen, das macht unglaublich viel Spass  Aber wie funktioniert eigentlich SOTA? Gibt’s bei mir in der Nähe sogar einen kleinen SOTA-Gipfel, auf dem ich mal erste Erfahrungen sammeln kann? Was brauche ich dafür? Wie und womit logge ich meine QSOs auf dem SOTA-Gipfel? Carine und ich sind selber seit 10 Jahren als SOTA-Aktivierer auf Tour und haben dabei schon fast 800 SOTA-Gipfel in der Schweizer Bergwelt aktiviert. 2017 haben wir zum ersten Mal unseren Workshop SOTA für Einsteiger durchgeführt und dafür auch ein Dossier mit den Grundlagen zum SOTA-Betrieb verfasst. In den 8 Jahren, die seither vergangen sind, durften Carine und ich dank SOTA unzählige grossartige Bergtouren erleben und dabei Tausende von QSOs in FM, SSB und CW mit allen Kontinenten loggen. Aus allen unseren Erfahrungen haben wir das Essenzielle für euch herausgepickt und präsentieren euch jetzt unser neues, 44-seitiges Werk „SOTA – Das Handbuch“, das euch Step-by-Step erklärt, wie ihr selber erfolgreich und mit viel Spass in die Betriebsart SOTA einsteigt und dabei schon bald eure ersten On-Air-Gipfelerfolge feiert

SOTA – Das Handbuch  |  SOTA von A-Z auf 44 Seiten in Farbe (Auflage Februar 2025)  |  CHF 29.90

Das Handbuch ist ab Lager lieferbar – jetzt bestellen per Mail an info@lutz-electronics.ch !

Mehr Literatur aus der Funkpraxis  ihr unter Funkpraxis – Literatur.

BABY-LOOP wieder ab Lager verfügbar – Mit noch attraktiverem Preis!

Bestimmt habt ihr auch schon mal unsere News-Posts mit Tipps rund ums DX-en gesehen. Einige unter euch werden sich dabei gedacht haben „alles schön und gut, aber mit dem Platz, der mir für den Aufbau einer KW-Antenne zur Verfügung steht, wird’s wohl nichts mit Funkbetrieb rund um den Globus “

BABY-LOOP auf dem Balkon der Stadtwohnung von HB9GWK. OM Robi dreht die Antenne von Hand – etwas komfortabler ginge es mit einem kleinen Rotor. So geht DX auch bei absolut begrenzten Möglichkeiten!

Ja, in der Tat: Kurzwellen haben mehr Platzbedarf, als es ihre Bezeichnung erahnen lässt . Besonders wer im DX-Geschäft auf den niedrigfrequenten Kurzwellenbändern mitmischen möchte, kommt nicht darum herum eine ausgewachsene Drahtantenne möglichst hoch über Grund aufzuspannen. Die begehrten DX-Peditions arbeiten allerdings neben dem 80m-Band auch auf 40-10m. Eine platzsparende Lösung für diese Bänder sind die Verticals von HyGain; sie haben eine flache Abstrahlung und sind für DX eine gute Wahl – aufgrund der doch nicht unerheblichen Windlast ist allerdings eine Abspannung bei solchen Verticals unumgänglich, und so fallen sie auch schon wieder für viele Funkamateure als Lösung weg. Eine Beam „lebt von ihrer Aufbauhöhe“ – ebenfalls ein Killerkriterium für viele. Aber da gibt’s tatsächlich noch eine Antennenform, die – zu unrecht – von vielen Funkamateuren belächelt wird: Die Magnetische Loop-Antenne. Magnetische Loop-Antennen sind Steil- und Flachstrahler zugleich und haben sogar eine Richtwirkung – und einige davon sogar ein Vor/Rückverhältnis. Besonders beliebt ist dabei die BABY-LOOP des Italienischen Herstellers Ciro Mazzoni; die Antenne hat gerade mal einen Durchmesser von 1m und zeigt ihre beste Performance bei einer Aufbauhöhe von gerade mal 1.5 – 2.5m über Grund. Mit dem ausgeklügelten Konzept räumt Mazzoni „Unschönheiten“ wie die fummelige Abstimmung, die extrem kleine Empfangs-Bandbreite oberhalb und unterhalb der abgestimmten Resonanz und die Limitierung bei der Sendeleistung aus dem Weg 

 

 

 

Mit 100W auf DX-Jagd

Carine und ich gehören zu den glücklichen OMs und YLs, die genügend Platz ums Haus und keine „schwierigen Nachbarn“ haben 🙂 So stehen uns für unsere On-Air-Aktivitäten von Beams für KW, VHF und UHF, über Verticals für viele Frequenzbereiche und ausgewachsene Drahtantennen bis hin zur schmucken BABY-LOOP viele Antennen zur Verfügung 🙂

HB9NBG nutzt die BABY-LOOP verhältnismässig selten – trotzdem kommen mit 100W in SSB und CW immer wieder beeindruckende QSOs zustande mit der kleinen Antenne

Zugegeben, wenn man eine Beam zur Verfügung hat, über die man mit 1kW Sendeleistung im DX-Geschäft mitmischen kann, dann liegt es nah, dieses Setup als „Standard-Setup“ zu nutzen. z.B. 30m kann allerdings unsere Beam nicht, und genau für Aktivitäten auf diesem Band und auch, weil es unglaublich viel Spass macht DX-Stationen mit einem sehr viel kleineren Setup zu loggen, nutze ich selber auch gerne hin und wieder die BABY-LOOP. Eigentlich passiert das allerdings viel zu wenig, aber trotzdem sind mit der kleinen Magnetic-Loop und der daran angeschlossenen K3S-linie mit 100W schon ganz beeindruckende DX zustande gekommen (siehe Karte) 🙂 . Ich sollte dabei noch einen nicht unwesentlichen Punkt erwähnen, der doch recht wichtig ist, um die DX-Erfolge der BABY-LOOP etwas einzuordnen bzw. sie hervorzuheben: Die Verbindungen, die auf der Karte dargestellt werden, wurden ausschliesslich in SSB und in CW getätigt – es finden sich keinerlei FT8/FT4-QSOs darunter.

Wir hatten vor einigen Jahren ein Video auf unserem YouTube-Kanal veröffentlicht, das sich mit der Theorie und Praxis von grundsätzlich unterschiedlichen Antennen-Bauformen für den Betrieb auf den KW-Bändern befasst. Nach Erläuterungen der Funktionsweise von Dipolen, von Beams, von Verticals und eben von Magnetic-Loops gehen wir in dem Video auch aufs Band und zeigen euch in einem eindrücklichen Direktvergleich die Performance der verschiedenen Antennen- wie sich die BABY-LOOP in dem Vergleich zeigt, ist absolut beeindruckend 🙂


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Ja, es gibt auch Antennen mit kleinem Platzbedarf, die man sogar aufbauen kann, wenn eigentlich kein „Antennenbauwetter“ herrscht, und sogar, wenn man in einem eng bebauten Wohnquartier oder sogar in einer Stadtwohnung zu Hause ist oder „schwierige Nachbarn“ hat: Die BABY-LOOP zaubert auch denjenigen OMs und YLs DXCCs ins Log, von denen sie aufgrund ihrer limitierten Platzverhältnisse bisher wohl nicht einmal zu träumen gewagt haben.

Die BABY-LOOP ist übrigens wieder ab Lager verfügbar bei uns – und ihr Preis ist vorübergehend noch etwas attraktiver 🙂