Grosse Ehre: HB9NBG+HB9FZCs Winter-SOTA-Aktivitäten im Newsletter von ELECRAFT USA

9 Jahre ist es bereits her, seit ELECRAFT den KX2 lanciert hat. Zu dem Zeitpunkt war die „SOTA-Karriere“ von Carine und mir gerade mal 1 Jahr alt, und wie viele andere SOTA-Aktivatoren weltweit hatten auch wir unsere ersten SOTA-Erfolge mit dem FT-817ND von YAESU „gefeiert“. Auf unseren ganz grossen mehrtägigen Bergtouren war damals der FT-817ND oftmals gar nicht mit dabei, weil er einfach zu schwer war und das Arbeiten mit diesem TRX auch den Einsatz resonanter Antennensysteme oder eines externen Tuner und bei länger dauernden Aktivitäten auch einen externen Akku erfordert. Als ELECRAFT dann mit dem KX-2 einen ultrakompakten KW-Transceiver lancierte, der 10W Sendeleistung, einen internen ATU mit breitem Anpassbereich und viele weitere, wertvolle Features beinhaltet, war es für uns sofort klar, dass wir mit dem neuen, ultrakompakten und leistungsfähigen SOTA-Equipment ab sofort richtig durchstarten konnten 🙂

Unsere erste Teilnahme als Aussteller an der HAM RADIO in Friedrichshafen im Jahr 2023 – Ein Meilenstein in der Firmengeschichte von Lutz-Electronics

Die Firma ELECRAFT hatte uns vom ersten Moment an beeindruckt; sowohl mit ihren einzigartigen Produkten als auch mit ihrer Philosophie, in der Support ganz gross geschrieben wird. Durch unsere eigenen SOTA-Aktivitäten in den Schweizer Alpen wurden wir auch als „Field-Tester“ für ELECRAFT interessant, und weil unsere eigene Firmenphilosophie, welcher wir seit über 30 Jahren treu geblieben sind, geradezu perfekt zu derjenigen von ELECRAFT passt, hat sich sehr bald eine engere Zusammenarbeit ergeben, und seit 2017 sind Carine und ich mit unserer Firma Lutz-Electronics offizieller Distributor von ELECRAFT USA

Inzwischen ist ELECRAFT für uns zur wichtigsten Marke in unserem Sortiment geworden. Der KX2, der KH1, der KX3, die KXPA100, die KPA1500, die KPA500 und der K4 haben sich zu unseren absoluten Bestsellern gemausert, und auch regelmässige Reparaturen von ELECRAFT-Komponenten in unserer eigenen Werkstatt haben einen hohen Stellenwert für uns.

Eine grosse Überraschung für uns war eine Anfrage von der Marketingabteilung von ELECRAFT vor einigen Wochen: Carine und ich hatten im Februar wieder einmal Gelegenheit unserer eigenen Lieblings-Betriebsart nachzugehen – dem SOTA-Betrieb. Die Wetterbedingungen waren eine ganze Woche lang ausgezeichnet – die Ausbreitungsbedingungen auf den KW-Bändern ebenso nicht schlecht. Aus früheren Aktivitäten kannten wir u.a. auch die Walliser- und Waadtländer Alpen schon sehr gut, und so waren wir Anfang Februar kurzerhand und sehr spontan in Richtung Südwesten unseres Landes aufgebrochen. Es folgten insgesamt 10 SOTA-Gipfelaktivierungen innert 5 Tagen mit unvergesslichen Highlights in den Schweizer Alpen . ELECRAFT hatte von unseren Aktivitäten „Wind bekommen“ und hatte uns angefragt, ob wir einen Erlebnisbericht in Englisch für sie verfassen würden, den sie in ihrem eigenen Newsletter, der weltweit verschickt wird, präsentieren würden – heute wurde er nun verschickt: Der ELECRAFT Newsletter Frühling 2025.

HB9NBG+HB9FZC auf YouTube – Schon abonniert?

Wusstet ihr, dass meine YL Carine (HB9FZC) und ich uns vor ziemlich genau 20 Jahren wegen unserer gemeinsamen Leidenschaft für grossartige Bergtouren kennengelernt haben? Ich war damals bereits seit 16 Jahren lizenzierter Funkamateur, und hatte natürlich auch ein Handfunkgerät mit dabei auf unserer ersten gemeinsamen Bergtour. Als wir dann erst Jahre später eher zufällig zum ersten Mal von SOTA gehört hatten, war’s auch für Carine sonnenklar, dass sie auf unseren Gipfeltouren nicht bloss mein Log führen, sondern selber on-air gehen wollte, und sie machte 2015 selber die Class A – Lizenz. Mit SOTA lernten wir die Bergwelt von einer ganz anderen Seite kennen, und unsere Touren in der Schweizer Alpenwelt wurden immer noch beeindruckender 🙂 So war heute vor fast 10 Jahren die Idee bei uns geboren, unsere Bergerlebnisse in kurzen Gipfelvideos auf unserem eigenen YouTube-Kanal zu teilen. Aus den kurzen Gipfel-Clips wurden schon bald kleine Erlebnisvideos, und inzwischen gibt’s auf unserem YouTube-Kanal neben der Playlist „SOTA“, die grossartige Bergtouren mit eindrücklichen Funkerlebnissen kombiniert, weitere Playlists, die sich um viele Facetten unseres grossartigen Hobbys Amateurfunk drehen – eine Playlist umfasst sogar spannende Videos, die wir in Englisch produziert haben. Wenn ich mir unseren YouTube-Kanal, der vor fast 10 Jahren mit einfachen Kurz-Videos gestartet hatte, so anschaue, dann staune ich selber ein wenig, was Carine und ich in den vergangenen Jahren alles so produziert haben: Sage und schreibe 292 Videos findet ihr heute auf unserem Kanal 🙂 Habt ihr ihn schon abonniert?

Unser Einstiegsvideo ist zwar schon ein wenig in die Jahre gekommen, aber es zeigt uns schon so, wie wir noch immer ticken 😉 …


Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube. Mehr erfahren »

Ach ja: Abonnieren nicht vergessen!

Der FTX-1 – YAESU verblüfft mit neuem Geräte-Konzept / Preise jetzt abschliessend definiert

Schon länger wurde spekuliert – sowohl von vielen lizenzierten Funkamateuren rund um den Globus, als auch von Amateurfunk-Händlern: „YAESU – Quo vadis?“. Ich selber, René HB9NBG habe meine Lizenz 1989 gemacht. Mein allererstes Amateurfunkgerät war ein FT-23R von YAESU, mein erster Portabel-Allmode-Transceiver der FT-290 aus demselben Hause, und mein erstes modernes Stationsgerät vor über 20 Jahren ein FT-847 von YAESU – ich hatte mal am Rande in einem News-Beitrag darüber berichtet. Geräte von YAESU begleiten mich selber so schon fast 40 Jahre bei vielfältigen Amateurfunk-Aktivitäten, und neben unserer Hauptmarke ELECRAFT für gehobene Ansprüche sowohl im heimischen Shack als auch für die ganz grossen Draussenfunken-Abenteuer führen wir von den „Grossen“ Herstellern mit Begeisterung fürs Produkt auch die Geräte von YAESU in unserem Lagersortiment.

Mit dem FT-991 hatte YAESU 2015 den „Allrounder“ schlechthin auf den Markt gebracht. Mit seiner Funktionalität als modernes KW/6m/2m/70cm-Multimode-Gerät mit 100W Sendeleistung und integriertem ATU für die KW-Bänder und 6m und 50W auf 2m und 70cm war und ist der kompakte Transceiver noch heute DAS Gerät mit attraktivem Preis für Neueinsteiger und eigentlich auch ein Transceiver, der in keinem Shack fehlen sollte. Auf den FT-991 folgte 5 Jahre später im selben Preis-Range der FT-DX10, der als reiner KW-ler mit neuer SDR-Technologie und sehr guten Technischen Daten aufhorchen liess und noch immer lässt. Das Segment der Portabel-Funker schien YAESU indes vergessen zu haben – mit dem FT-818 hatte man zwar die YAESU-Portabel-Fans bei Laune halten wollen, aber nüchtern betrachtet hatte der Hersteller 2018 ganz einfach eine leicht modifizierte Kopie einer Kopie des bereits im Jahr 2000 lancierten, legendären FT-817 auf den Markt gebracht – böse Zungen interpretierten den Modell-Zusatz „ND“ als Abkürzung für „No Difference“ 😉 . Auch die Freunde der gepflegten Mobilfunk-Kommunikation standen nach der Abkündigung des ebenso legendären FT-857 quasi vor einem Trümmerhaufen; denn der FT-891, den man bei den Japanern als „Nachfolger“ des Allband-All-Mode-Mobil-TRX lanciert hatte, war ein reinrassiger KW-ler.

Mit einem echten Paukenschlag ersetzt YAESU sie nun alle auf einen Streich – mit dem neuen FTX-1 🙂

Schon fast ein halbes Jahr ist es her, seit der Japanische Hersteller mit der Ankündigung eines neuen Portabel-Transceiver aufhorchen liess. Bilder eines Prototyps kursierten in den Weiten des Internets und einige einschlägige YouTuber hatten mit entsprechenden Videotiteln echte „Klick-Bestseller“ lanciert 😉 Wir hatten uns damals mit ähnlichen Aktionen bewusst zurückgehalten – keine detaillierten Technischen Daten waren verfügbar, ja noch nicht einmal die Gehäuseabmessungen und das Gewicht des Transceivers, der als die neue „Portabel-Referenz“ angekündigt wurde.

Just als Carine und ich nach langem Break vergangene Woche wieder einmal ein paar Tage auf SOTA-Tour waren, ist bei uns u.a. eine E-Mail von YAESU mit allen Details zum neuen FTX-1 eingegangen. Gleichzeitig machten in den Sozialen Medien Posts rund um den Neuling aus dem Hause YAESU die Runde – solche von Mitbewerbern von uns, solche von den schon erwähnten einschlägigen YouTubern und auch viele Kommentare von Funkamateuren aus der ganzen Welt. Nun, eine meiner obersten Prioritäten heute Morgen, als für uns der Ernst des Lebens nach unserer Ferienwoche wieder begonnen hatte, war es mich mal ganz unvoreingenommen mit den Unterlagen von YAESU zum FTX-1 auseinander zu setzen. „Viel zu teuer!“, „Wer soll so etwas kaufen?“, „Der Flopp des Jahres“ und ähnliche Aussagen konnte man bisher über den FTX-1 nachlesen – sogar von Händlern. Da kommt bei uns doch die Frage auf, ob diese Kommentar- und Videoverfasser überhaupt verstanden haben, was YAESU hier in Kürze lancieren wird!?

Wir haben uns das Konzept mal näher aus dem Blickwinkel aktiver Funkamateure angeschaut – macht euch doch mal selber ein Bild: YAESU FTX-1 (KW/6m/2m/70cm)

VK6DU mit 10W in SSB – Im Portabel-Betrieb

Vor Jahrzehnten, als Fernseh- und Radioprogramme noch terrestrisch mit Dachantennen empfangen wurden, gab es die „Antennenphobie“, wie sie in weiten Teilen der Gesellschaft heute herrscht, noch nicht. Selbst grosse KW-Antennenanlagen in Wohnquartieren oder sogar auf Mehrfamilienhäusern in Städten waren damals niemandem aufgefallen. Die Welt hat sich verändert, und vielen Funkamateuren werden heute unüberwindbare Hürden in den Weg gestellt, wenn sie selbst mit simplen Drahtantennen ihrem Hobby von zu Hause nachgehen wollen 🙁 . Aber deswegen das Hobby an den Nagel hängen? Oder ganz einfach das Positive aus der Situation herausziehen und Amateurfunk mit körperlicher Aktivität verbinden? Carine und ich machen genau das unglaublich gerne, und der SOTA-Betrieb gibt uns die Möglichkeit unserer Leidenschaft Bergwandern nachzugehen und dabei selbst bei mässigen Ausbreitungsbedingungen Funkverbindungen rund um den Globus beim Funkbetrieb von Berggipfeln zu tätigen. Dass DXen rund um den Globus mit einer leistungsfähigen Portabel-Antenne mit 10W Sendeleistung aus dem KX2 im Portabelbetrieb sogar in SSB selbst dann funktioniert, wenn die Bedingungen nun wirklich alles andere als gut sind, das durften wir auf unseren SOTA-Touren in der vergangenen Woche grad mehrmals erleben – das Highlight war dabei sicher das QSO in SSB mit VK6DU im Südwesten Australiens…


Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube. Mehr erfahren »

Also, nicht verzagen – Rucksack packen und auf zum Draussenfunken!

Am 27.April ist „World Morse Code Day“

Funkamateure rund um den Globus feiern am 27.April den „Morse Code Day“.  Am 27.April 2025 ist es exakt 234 Jahre her, seit mit Samuel Morse der Pionier der Nachrichtenübertragung schlechthin das Licht der Welt erblickte. Mit der Entwicklung des Morsecodes legte er den Grundstein für unsere Kommunikationsmöglichkeiten von heute. Es hatte dann allerdings noch rund 50 Jahre gedauert, bis es Guglielmo Marconi im Unterwalliser Bergdörfchen Salvan gelungen war erstmals Morsezeichen drahtlos; d.h. über Funk zu übertragen. Morse und Marconi – ohne sie würden wir heute nicht mit Smartphones rund um den Erdball miteinander telefonieren. Während sowohl in der Schifffahrt als auch in der Luftfahrt die Telegraphie ihre Bedeutung als Kommunikationsmittel schon längst verloren hat, gehört das Morsen für viele Funkamateure noch immer zu ihren „Lieblings-Kommunikationsarten“. Durch die sehr kleine Bandbreite eines CW-Signals und den simplen, aber sehr effektiven Morsecode gelingt die Übertragung von Nachrichten über Funk auch mit sehr geringen Sendeleistungen und selbst bei sehr bescheidenen Ausbreitungsbedingungen. Obwohl das Beherrschen der Morsetelegraphie seit Anfang der 2000er-Jahre nicht mehr ein Bestandteil der Amateurfunkprüfung ist und nicht mehr Grundvoraussetzung dafür, dass ein OM oder eine YL Funkbetrieb auf den Kurzwellen-Bändern machen darf, interessieren sich noch heute viele junge Funkamateure für die Morsetelegraphie und setzen es sich zum Ziel, sich entsprechende Fertigkeiten im Selbststudium beizubringen, um selber in CW (Morsetelegraphie) auf den Bändern aktiv zu werden. Auch Carine und ich haben aus der Motivation heraus im SOTA-Betrieb auch S2S-Verbindungen mit anderen Funkamateuren tätigen zu können, die ausschliesslich in CW „unterwegs“ sind, vor etwa 4 Jahren damit begonnen uns CW beizubringen. Dass man diese „Sprache“ nicht eben mal so schnell lernt, das haben wir relativ rasch bemerkt – umso grösser ist heute der Stolz bei jedem geloggten CW-QSO 🙂 . Inzwischen verstehen wir alle Zeichen und können auch einfache «Standard-QSOs» abwickeln in Morsetelegraphie. Wie bei jeder Sprache, die man noch nicht so richtig sattelfest beherrscht, spielt die Tagesform eine wichtige Rolle – in meiner Verbindung hier im Video mit Katsu, JH7HUB in Japan war eben diese Tagesform nicht wirklich die beste. Trotzdem hat’s mit der Verbindung geklappt. So funktioniert Morsen im Amateurfunk…


Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube. Mehr erfahren »

Welche Möglichkeiten sich durch CW auch dem DX-Jäger eröffnen, das könnt ihr am Beispiel der Logs von Carine und mir auf QRZ.com bei HB9NBG und bei HB9FZC sehen – viele dieser Verbindungen wären in SSB zweifellos nicht zustande gekommen. Amateurfunk ist in der Tat eine Spielwiese für an Technik interessierte und kommunikative Menschen – Die Morsetelegraphie gehört noch heute zu den attraktivsten Facetten unseres Hobbys 🙂

Mehr Informationen zum Thema und passendes Equipment findet ihr auf folgenden Seiten: